der Albtraum
Die Sonne scheint prachtvoll,
am Himmel rufen fliegende Möwen nach Nahrung,
ich schließe meine Augen
und höre die rauschenden Wellen des Meeres.
Ja ich liege am Strand, fühle mich frei, vollkommen gelöst, fern von all meinen Sorgen. Zu oft wurde mir gesagt es gäbe keine Probleme, sondern nur Lösungen, oftmals war dies auch die Wahrheit.
Im Augenblick tue ich nichts anderes als zu versuchen meinen Geist zu befreien. Ich liege am Strand, ich rieche die frische, durch das Wasser veredelte Meeresluft. Ich spüre einen seichten Wind auf meiner Haut, doch es ist angenehm.
Ich öffne meine Augen, stelle fest, es hat sich nichts verändert an meiner ausweglosen Situation. Es ist ein grelles Licht aus einer Neonleuchtröhre, welches an der Decke über meinem Kopf platziert ist und mich blendet, leicht benommen wie ich immer noch bin. Mein Kopf ist leicht zum Boden geneigt, während ich gefesselt auf einem, scheinbar sehr stabilen Klappstuhl sitze. Gefesselt, nur warum?
Ich erhebe mein Haupt, meine Sicht wird klarer, doch was ich sehe gibt keinen Sinn. Befinde ich mich mitten in einer riesigen leeren Lagerhalle oder trügt mich der Schein? Ich versuche zu schreien, doch nicht ein hörbarer Laut verlässt meine Lippen, man hat mich geknebelt, das auf eine wirklich ekelige Art.
Abartig, ich muss damit kämpfen mich nicht zu übergeben.
...story continues
© Nils Schirmer
